Südtirol - Zum Pragser Wildsee

Zum Pragser Wildsee
 

Pragser Wildsee mit Seekofel (2810 m)

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Über unsere Reiseführer wären wir nicht unbedingt auf ihn gestoßen - aber im Hotel fiel uns einer in die Hände, der uns richtig Lust machte auf einen weiteren Bergsee mit dem schönen Namen 'Pragser Wildsee'.

Der Weg dahin war weit - grobe Richtung Bruneck und darüber noch ein ganzes Stück hinaus. Ein kurzes Stück Autobahn bis Brixen, dann ging’s auf die SS49/E66, immer schön durch’s Pustertal. Vorbei oder durch Orte wie Natz-Schabs, Mühlbach, Vintl, Kiens, Percha, Olang und schließlich Weisberg stießen wir auf die Stichstraße nach Prags. Erst hinter dem eigentlichen Örtchen endete die Straße schließlich auf einer Höhe von 1.489 m am See. Dort gibt es ein großes Hotel und mehrere Parkplätze, die allesamt kostenpflichtig sind. Nun ja, wenn man schon mal hier ist, machen einen die zwei oder drei Euro auch nicht ärmer. Hinter dem Hotel beginnt der Rundweg um den See, für den durchaus eine bis anderthalb Stunden Gehzeit einzuplanen sind.

Unterwegs hatte es schon den einen oder anderen Schauer gegeben, und auch hier sah der Himmel nicht besonders vertrauenserweckend aus. Aber immerhin war es im Moment trocken. So schlossen wir uns den Massen an und begannen die Rundwanderung im Gegenuhrzeigersinn. Wie schon der Karersee zeigte sich auch dieser an etlichen Stellen in schöner smaragdgrüner Färbung - was sicher noch eindrucksvoller ausgesehen hätte, wenn die Sonne vom blauen Himmel gelacht hätte. Das erste Teilstück genoss vor allem unser Hund: er tollte am Strand und im seichten Wasser mit seinem Schwimmtier herum.

Maddy am Pragser Wildsee

Danach führte der Weg leicht bergan durch ein Waldstück zum hinteren Ende des Sees, wo sich weitere ausgedehnte Strände fanden.

Strand am Pragser Wildsee

Hier hatte man die steile Nordwand des Seekofels (2.810 m) genau vor bzw. hinter sich. Kurz bevor wir das Ende dieses Strandbereichs erreichten, begann es zu regnen. Wir dachten kurz darüber nach, ob es sinniger wäre, umzukehren oder die Runde zu Ende zu laufen, zumal es auf dem bevorstehenden Teilstück mehrfach auf mit Geländern gesicherten Wegen steil hinauf- und wieder hinabgehen würde (dies konnte man auf dem Hinweg bereits gut sehen). Egal, wir entschieden uns, weiterzugehen.

Nicht unbedingt die richtige Entscheidung, wie sich herausstellte: es zog sich komplett zu und der Regen wurde immer stärker; schließlich gesellten sich noch Blitz und Donner hinzu. Hatte nicht erst gestern in der Zeitung gestanden, dass eine Wandergruppe in dieser Gegend vom Blitz getroffen und schwer verletzt wurde? Eilig kletterten wir die Stiegen hinauf und wieder hinunter, um die Runde möglichst schnell zu beenden. Mit Vergnügen hatte dies nichts mehr zu tun. Erst begannen wir, unter den Regenjacken zu schwitzen, dann wurden diese auch noch undicht, da wir beide zufällig ältere Jacken angezogen hatten, die wir vor dem Urlaub selbst nachimprägniert hatten - mit mäßigem Erfolg, wie sich jetzt zeigte. Nach einer guten halben Stunde war das Hotel bereits zum Greifen nah, wir mussten aber erst noch einen weiteren Schlenker vollführen, da der See hier noch eine flache Ausbuchtung aufwies. Schließlich langten wir wieder am Auto an, wo wir uns mit Hilfe der Klimaanlage erst einmal aufwärmten und trockneten.

Auf dem Rückweg hielten wir in Bruneck an, wo wir ein großes Parkhaus mit angeschlossenem Supermarkt auftaten. Hier deckten wir uns mit Getränken, Proviant und ein wenig Frischfleich für’s Hundi ein, bevor wir unsere Fahrt zurück zum Fonteklaus fortsetzten.

Fotoalbum Pragser Wildsee

Pragser Wildsee: Bootsverleih

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee: Los, wirf's nochmal ins Wasser!

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee: Noch mehr Strand

Pragser Wildsee: Beginn des Rundwegs

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

Pragser Wildsee

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