Südtirol - Rundwanderung von Hafling

Rundwanderung von Hafling
über die Höhen des Tschögglbergs

Blick von den Höhen des Tschögglberges

Die Anfahrt zu unserer zweiten Wanderung führte über eine schon fast altbekannte Strecke: zunächst Richtung Meran und dann weiter nach Schenna. Kurz vor Schenna zweigt man dann in Richtung Hafling ab. Der als Ausgangspunkt beschriebene Parkplatz unterhalb der Kirche 'gleich hinter dem letzten Straßentunnel (Nr. 6)' war schnell gefunden. Hafling ist im Übrigen der Ort, der der bekannten Kleinpferderasse (Haflinger) den Namen gegeben hat, obwohl der offizielle Beginn der Zucht ein paar Kilometer weiter in Schluderns (Vinschgau) verortet wird. Die rotbraunen Pferde mit der üppigen 'blonden' Mähne hat bestimmt jeder schon einmal gesehen.

Bevor es losgeht, wie immer zunächst die Fakten zur Wanderung (s. DuMont-Wanderführer 'Wandern in Südtirol'):

 

Nr. der Tour

11 ('Weideland für blonde Pferde')

Ausgangs-/Zielpunkt

Hafling (1.290 m)

Anspruch

'+', also 'einfach'

Länge/Gehzeit

15 km, 4:30 Std.

Wanderweg-Markierungen

12(A), Schützenbrünnlweg, 16, 14

Höhenunterschiede

255 m (niedrigster Punkt: 1.275 m (Alpenrose), höchster Punkt: 1.530 m(Leadner Alm)

Vom Parkplatz aus liefen wir zunächst ein kurzes Stück die Straße entlang, bevor es rechts hinunter in das Tal des Salabaches ging. Von dort wanderten wir mal durch den Wald, mal über Wiesen unter mehrfacher Querung einer Fahrstraße in einer guten Stunde zum Wanderparkplatz in der Nähe des Gasthofs Alpenrose. Obwohl es nominell bis zu diesem Punkt leicht bergab ging (von 1.290 auf 1.275 m), sorgte das stete Auf und Ab bei uns für das Bedürfnis nach einer ersten kurzen (Trink-)Pause - zumal wir den steilen Anstieg des Schützenbrünnlweges, auf dem es weitergehen sollte, direkt vor Augen hatten.

Nach nur zehn Minuten war das steilste Stück des Anstiegs bereits überwunden. Den uns wärmstens vom Reiseführer empfohlenen Abstecher zum 'Knottnkino' ignorierten wir gleichwohl - immerhin hätte sich unsere Wanderung dadurch um mindestens 45 Minuten verlängert (30 Minuten Gehen, 15 Minuten Staunen). Das besagte Knottnkino liegt auf dem Rotensteinkogel bzw. Rotensteinknott (1.465 m), einem mächtigen Porphyrfelsen, und soll fantastische Ausblicke bieten. Das 'Kino' besteht aus mehreren Reihen nummerierter Klappstühle, von denen aus man diesen Ausblick auch in größeren Gruppen bequem genießen kann.

Wir laufen weiter auf dem Schützenbrünnlweg, der uns alsbald auf einem schönen Pfad über Stock und Stein durch den Nadelwald führt. Besonders zu Anfang gab es schöne Ausblicke (s.o., erstes Foto).

Waldpfad beim Rotensteinkogel

Rückblickend erwies dieser Abschnitt sich als der schönste und bequemste der ganzen Wanderung, was vielleicht auch erklärt, warum der Fotoapparat ansonsten (außer gegen Ende der Wanderung) im Rucksack blieb. So gelang uns hier auch ein netter Schnappschuss von Maddy, wobei sie selbst trotz intensiver Nachbearbeitung leider ein wenig unscharf ist:

Maddy an der Tränke

Nach insgesamt etwa zweieinhalb Stunden endete der lauschige Waldweg am Gasthof Grüner Baum, wo wir uns eine schöne Apfelschorle gönnten.

Weiter ging es in Richtung Gasthaus Rohrer/Aschl - zunächst um ein Sportplatzgelände herum, dann durch ein kleines 'Industriegebiet' mit Schutthalden, schließlich aber wieder durch ein Waldstück zu ein paar malerisch gelegenen Weiden, wo wir auch auf den Rohrerhof stießen. An diesem vorbei führte der Weg über einen längeren Abschnitt mal wieder recht steil bergauf, bis wir nach etwa einer Stunde schließlich in der Nähe der Leadner Alm den höchsten Punkt der Wanderung (1.530 m) erreichten.

Die letzte Etappe führte uns stets bergab zunächst auf geschotterten Forstwegen wieder in Richtung Hafling. Nach vielleicht einer halben Stunde verließen wir den Wald und trafen auf die ersten Gehöfte am Rande von Hafling. Hier begegneten wir auch einigen Exemplaren der hiesigen Pferderasse.

Weiden und Gehöfte bei Hafling

Bald ging der Schotterweg in eine Teerstraße über und wir durchquerten die Außenbereiche von Hafling - zunächst überwiegend Höfe, später auch kleine Wohnsiedlungen.

Am Ortsrand von Hafling

Nach mehr als vier Stunden Gehzeit zog sich die Strecke bis zum Parkplatz 'gefühlt' noch eine weitere Stunde hin, auch wenn der Wanderführer fröhlich verkündete, ab Erreichen der Teerstraße müsse man nur noch 20 Minuten laufen. Nach jeder Kurve hatte man das Gefühl, dass man nun langsam am Ziel sein müsse - und doch ging es weiter und weiter. Irgendwann war der Parkplatz aber doch erreicht und in einer knappen Stunde Fahrzeit kehrten wir zum Fonteklaus zurück.

P.S. Wer hier das übliche Fotoalbum sucht, den muss ich leider enttäuschen. Die wenigen Fotos, die hier noch nicht gezeigt wurden, bieten keinen weiteren 'Erkenntnisgewinn'.

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