Südtirol - Rundwanderung vom Fonteklaus

Rundwanderung vom Fonteklaus
über Albions, Lajen und Gufidaun

Wanderwegweiser

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Unsere erste Wanderung begannen wir praktischerweise gleich vor der Haustür. Das hatte logischerweise nur Vorteile: keine Anfahrt, kein Suchen des Ausgangspunktes, weniger zeitlicher Stress mit der 'pünktlichen' Rückkehr. Doch zunächst einige Fakten (alle Angaben stammen aus dem DuMont-Wanderführer 'Wandern in Südtirol'):

 

Nr. der Tour

23 ('Hoch überm Eisacktal')

Ausgangs-/Zielpunkt

Lajen

Anspruch

'+', also 'einfach'

Länge/Gehzeit

15 km, 4:30 Std.

Wanderweg-Markierungen

6A, 5, 7, 6/35

Höhenunterschiede

570 m (niedrigster Punkt: 730 m (Gufidaun), höchster Punkt: 1.300 m)

Logischerweise war für uns der Ausgangspunkt natürlich Fonteklaus (900 m), das erste ins Auge zu fassende Etappenziel somit das verträumte Örtchen Albions.

Für uns begann die Tour bei strahlendem Sonnenschein also leicht ansteigend auf dem Weg, der oberhalb einer Bergweide verlief, auf die wir von unserem Zimmer aus blickten. Schon bald verschwand der Weg im Wald. Nach einer knappen halben Stunde passierten wir eine Lichtung mit einem einsamen Gehöft.

Vorbei an einem einsamen Gehöft

Von dort ging es über den Graben des Löchlbaches zunächst wieder in den kühlen Wald. Über einen Feldweg gelangten wir schließlich an zahlreichen Feldern und Wiesen mit schöner Aussicht ins Tal vorbei nach einer guten Stunde zum ersten Etappenziel - Albions (892 m).

Im Dorfzentrum von Albions

Albions gilt als eines der wenigen noch relativ 'usprünglichen' Dörflein in Südtirol, was sich wohl durch die abgeschiedene Lage hoch über dem Eisacktal erklärt. Hier gibt es keinen Gasthof und keine Pension oder gar ein Hotel. Wir erfrischten uns kurz an einem Brunnen, bevor wir dem Wanderweg 5 in Richtung Lajen folgten. Vorbei an einer kleinen Koppel mit Eseln ging es steil den Wiesenhang hinauf. Die geteerte Straße ging recht bald wieder in einen Waldweg über. Das letzte Stück hinauf nach Lajen (1.102 m) führte über buckliges Wiesengelände. In der prallen Nachmittagssonne kamen wir ordentlich ins Schnaufen und Schwitzen, doch die Landschaft entschädigte uns ein wenig.

Bucklige Wiesenhügel bei Lajen

Bevor wir zum Ort weiterliefen, gönnten wir uns erst einmal ein kleines Päuschen auf der duftenden, warmen Bergwiese. Bis nach Lajen - dem planmäßigen Ausgangspunkt der Wanderung - waren es nur noch wenige Schritte. Lajen bot keine besonderen Sehenswürdigkeiten - nur gab es hier anders als in Albions auch einige Gasthöfe und ein paar kleine Läden.

Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten setzten wir den Weg (Markierung 6/35) zum höchsten Punkt der Wanderung und zum nächsten Etappenziel - dem Figisterhof - fort. Es ging weiter bergan, erst durch ein schönes Neubaugebiet, dann wieder in den Wald. Nach vielleicht einer halben Stunde legten wir eine längere 'Apfelpause' ein. Der höchste Punkt (1.300 m) war erreicht, der Weg führte wieder überwiegend bergab. Rein gefühlsmäßig erwarteten wir nun eigentlich, bald am Figisterhof anzulangen, doch das zog sich länger hin als erwartet.

Endlich am Figisterhof (1.162 m) angekommen, hatte der Himmel sich am Horizont bereits bedrohlich verdunkelt. Wir führten uns zunächst einmal eine kühle, saure Zitronenlimo zu Gemüte und debattierten kurz darüber, dem von hier ausgeschilderten Weg zum Fonteklaus zurück zu folgen anstatt die Wanderung auf dem vorgesehenen Weg über Gufidaun zu Ende zu bringen. Da wir jedoch keine Wanderkarte hatten und uns so kein Bild von Länge und Verlauf der Alternativstrecke machen konnten, setzten wir unseren Weg nach etwa einer halben Stunde planmäßig fort.

Die 430 Höhenmeter hinab nach Gufidaun forderten uns mehr als gedacht. Es ging nicht nur bergab, sondern das auch noch über weite Strecken recht steil. Bald schmerzten Knie und die kleinen Zehen, die zeitweise recht unbarmherzig gegen das vordere Schuhende gedrückt wurden. Mehrfach überquerten wir die Straße, die sich in zahlreichen Kehren den Berg hinabschlängelte. Zeitweise regnete es auch ein wenig, was die Laune auch nicht unbedingt verbesserte. Nach einer guten Stunde war die Tortur jedoch beendet und wir erreichten Gufidaun (730 m).

Ohne uns großartig umzusehen machten wir uns an das letzte Wegstück. 170 Höhenmeter aufwärts sollten in 40 Minuten überwunden werden. Der Weg führte am Ortsrand über eine Wiese und verschwand in einem Wald. Hier ging es mit Ausnahme von wenigen steileren Passagen nur mäßig bergan und wir kamen gut voran. Schließlich stießen wir knapp unterhalb vom Fonteklaus auf die Zufahrtsstraße. Das letzte steile Stück forderte uns noch einmal, bevor wir einigermaßen geschafft wieder am Gasthof waren.

Zum 'Warmlaufen' für Nicht-Mitglieder des Sauerländischen Gebirgsvereins war die Tour rückblickend fast ein wenig zu schwer. Als Training für weitere Wanderungen war sie aber auf jeden Fall nützlich.

 Fotoalbum Rundwanderung vom Fonteklaus

 

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