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Ein Schloss, eine Siedlung aus grauer Vorzeit und viele Windmühlen
Der erste Tag auf Öland

Bockwindmühle in Lerkaka

  • Zum ersten Mal hier im Urlaub bis auf eine Unterbrechung durchgeschlafen, es hätte ruhig noch etwas länger sein dürfen
  • Frühstück im wunderschönen Garten, das Buffet bietet alles, was das Herz begehrt
  • Gegen 11 Uhr ziehen dunkle Wolken auf und es beginnt zu regnen, dann und wann donnert und blitzt es sogar
  • Wir hängen erst eine ganze Weile im Zimmer und schließlich in der Lobby ab, bis es aufhört zu regnen - inzwischen ist es halb 2
  • Zunächst einmal erkunden wir die Fußgängerzone gleich um die Ecke

Fußgängerzone in Borgholm
  • Die Vorbereitungen für das morgige Midsommar-Fest sind schon in vollem Gange - Zelte, Pavillons, Verkaufsstände, eine große Bühne...
  • Jede Menge feierwütiger Jugendlicher sind auch schon eingefallen, etliche tragen bunte Bändchen (vielleicht für eine Art Flatrate in bestimmten Lokalen?), erste Mädels mit dem typischen Kranz auf dem Kopf sind auch schon unterwegs
  • Wir probieren das Eis in der angeblich besten Eisdiele der Stadt und zahlen für 4 Kullor (Kugeln) stolze 70 Krönchen (ca. 8,15 EUR) - schmeckt gut, aber nicht außergewöhnlich
  • Tanken: An der ersten Tanke muss man an der Säule seine Kreditkarte einsetzen, bei der zweiten kann man auch drinnen bezahlen und das geht dann auch mit der Maestro-Karte
  • Besuchen Schloss Borgholm, eine nie fertiggestellte Ruine: Auch dort wird Midsommar "vorgefeiert" , allerdings ist das hier die Familienversion

Schloss Borgholm
  • Wir steigen zunächst zahlreiche glitschige Stufen in ein Naturschutzgebiet hinab - in der Hoffnung, dort ein bisschen wandern und fotografieren zu können
  • Tatsächlich gelangt man durch den feucht-kühlen Wald entweder zurück in die Stadt oder zur Sommerresidenz der königlichen Familie, Schloss Solliden
  • Wir schlagen den Weg zu letzterer ein und geraten ganz schön ins Schwitzen - aber nicht wegen der Anstrengung, sondern wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nach dem Regen am Mittag
  • Am Ende stehen wir am Café vor dem Schloss - beides hat trotz anders lautender Ausschilderung - vermutlich wegen Midsommar - geschlossen (nicht, dass wir uns für 70 SEK den Garten ansehen wollten, aber ein Käffchen wäre schon nett gewesen)

Cafe/Shop bei der königlichen Sommerresidenz Solliden auf Öland
  • Der Parkplatz am Schloss ist voller Kühe und Kälber, die einzelne Autos belagern, sich an ihnen schubbern  oder gar an ihnen herumnagen - zum Piepen! (Foto s. Startseite)
  • Wir schlagen uns "querfeldein" zurück zu Schloss Borgholm durch, verzichten auf eine Besichtigung und entschließen uns nach kurzer Überlegung, weiter nach Süden zu fahren
  • Erstes spontan herausgesuchtes Ziel ist Himmelberga, ein Freilichtmuseum mit mehreren Gehöften und einer Kunsthalle
  • Da das Freilichtmuseum schon geschlossen hat, fahren wir wenige Kilometer weiter zu den Überresten von Burg Ismantorp, eine verfallene Wallburg aus grauer Vorzeit (vermutlich aus der Zeit zwischen 300 und 500 nach Christus), von der nur der äußere Steinwall mit 125 m Durchmesser und die Fundamentumrisse der einst 88 Häuser übriggeblieben sind

Überreste der Wallburg Ismantorp
  • Der Weg dorthin führt ca. 350 m durch ein Waldstück; auf dem Rückweg wird Silke von Mücken attackiert, die sie im Gesicht und durch die Hose stechen und sie bis zum Auto verfolgen
  • In Lerkaka (was für ein Name!) bewundern wir einige schön aufgereihte Exemplare der für die Insel typischen Bockwindmühlen, die besonders gut erhalten sind (Foto: s. oben)
  • Ich will noch irgendwo ans Wasser - wir fahren die Straße noch viele Kilometer entlang nach Süden - bis wir auf ein Hinweisschild zu einem Campingplatz (Stenasa) mit Strandzugang stoßen
  • Die Zufahrt führt 2 km über eine einspurige Straße mit Ausweichmöglichkeiten (wie in Schottland)
  • Der Strand ist klein und schmuddelig, außerdem stinkt es hier (vermutlich nach verrotteten Algen), halten uns trotzdem ein Viertelstündchen dort auf

Strand beim Campingplatz Stenasa
  • Die Rückfahrt nach Borgholm dauert fast eine Stunde; dort steuern wir ein Chinarestaurant an, dessen Werbung wir heute morgen hinter dem Scheibenwischer vorfanden
  • Essen ist ganz OK; vor allem fällt die Rechnung mit unter 500 SEK erfreulich niedrig aus
  • Zwei Pärchen kommen vorbei, ein Mann ist schon so "dicht", dass er sich auf die Straße setzt und herumlallt, schließlich steigen sie in ein Auto direkt neben uns: Es sind Deutsche, die hier aber jeden kennen (auch die Restaurantbesitzer) und ein Auto mit schwedischem Kennzeichen fahren, also vermutlich Auswanderer
  • Überall sind schon ziemlich "fertige" Midsommar-Feierer unterwegs - morgen geht's ja dann erst richtig los (so glauben wir jedenfalls)

 

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