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Malmö macht mĂŒde

Malmö Rathaus

 

  • FrĂŒhstĂŒck in der Eingangshalle (wo sich auch die Rezeption befindet), unter den Augen eines der etwas schnöselig wirkenden Söhne der EigentĂŒmerfamilie, der die ganze Zeit mit einem Bluetooth-Headset herumlĂ€uft und hochwichtig telefoniert
  • Lecker Wurst und KĂ€se aus eigener Herstellung, außerdem Brötchen (eine sehr kompakte Sorte), dĂŒnn geschnittenes Vollkornbrot; komischerweise kein KnĂ€cke; der Schwede trinkt den Kaffee stark
  • Befriedigung des Informationsbedarfs im KrĂ€utergarten (da gibt’s WLAN!)
  • Aufbruch nach Malmö; eingebautes Navi lotst uns statt in das eigentliche (Alt-)Stadtzentrum in eine Einkaufsstraße in der Vorstadt (Bereich Triangeln)
  • MĂŒssen erst mit Hilfe von Google Maps in die Altstadt latschen - das dauert ĂŒber eine halbe Stunde

 

Schönes altes Haus in Malmö
  • AuffĂ€llig: relativ wenige Menschen auf den Straßen, kaum Touristen
  • Die Stadt scheint nur rudimentĂ€r touristisch erschlossen zu sein: es gibt nur sehr wenige Hinweisschilder zu SehenswĂŒrdigkeiten {so wird z.B. auf Malmöhus erst - und dann auch nur mit dem allgemeinen Hinweis "Museer" - hingewiesen, wenn man schon fast davor steht)
  • Der Stadtrundgang im ReisefĂŒhrer SĂŒdschweden fĂŒhrt auch zu abseits gelegenen alten HĂ€usern

 

Alte Werbung am Stortorget in Malmö
  • Um 14 Uhr sind wir mit dem Rundgang schon durch, eiern etwas unentschlossen herum; landen schließlich in einem der zahlreichen Parks und dort in einem Biocafė (K&K (KĂ€ffchen und Kuchen): Rhabarberkuchen mit Haferstreusel)
  • Von dort steuern wir gezielt Malmöhus an, das wir gegen 16 Uhr erreichen; es handelt sich um eine Burganlage, die erst als Verteidigungsanlage, dann als Adelsresidenz und schießlich als GefĂ€ngnis genutzt wurde; heute beherbergt es mehrere Museen
  • entscheiden uns fĂŒr einen Museumsbesuch, obwohl es schon um 17 Uhr schließt
  • Ziemliches Durcheinander: Aquarium, Naturkunde, Kunst sowie unter der Überschrift "das Schloss" RĂŒckblick auf die Nutzung als Festung und GefĂ€ngnis, unter diesem Deckmantel auch Betrachtung zu den verschiedenen Arten der Todesstrafe vom Mittelalter bis heute und Blick auf das Leben einzelner Gefangener usw.
  • Der Weg vom Haupteingang zum Schloss fĂŒhrt durch zahllose Sonderausstellungen, die in dem verschachtelten GebĂ€udekomplex untergebracht sind; es geht rauf und runter und hin und her

 

Malmöhus
  • Schnell ist die knappe Stunde vorbei; wir entschließen uns, langsam zum Auto zurĂŒckzulatschen und in das neue Viertel VĂ€stra Hamnen zu fahren
  • Gegen 18 Uhr kommen wir wir am Auto an, fahren dann eine per Google Maps ermittelte Straße an, die wir in besagtem Viertel wĂ€hnen
  • Wir landen ein bisschen zu weit links, sehen aber den "Twisted Torso" und orientieren uns darann; navigieren dann zu einem Lokal, das im ReisefĂŒhrer empfohlen wird und landen in einer Wohnstraße
  • Da die Ostsee jedenfalls in Sichtweite ist, steuern wir einen kostenpflichtigen Parkplatz an; der kostet allerdings 10 SEK/Stunde, leider schluckt der Automat nur schwedisches Plastikgeld, somit bleiben bloß MĂŒnzen - so viele, um hier 2-3 Stunden parken zu können, haben wir aber nicht
  • Kurven also verzweifelt herum und suchen einen kostenlosen oder deutlich billigeren Parkplatz - teilweise wird sogar 20 SEK/Stunde verlangt
  • Kurz bevor wir aufgeben wollen, entdeckt Silke noch ein Parkhaus, das damit wirbt, dass die ersten 90 Minuten kostenlos sind - da die Automaten im ParkhĂ€usern auch Scheine schlucken, sind wir gerettet

 

VĂ€stra Hamnen mit Twisted Tower
  • Auf der Uferpromenade gibt es zunĂ€chst nur ein Fischlokal; sonst sind hier ĂŒberwiegend Wohnungen und direkt am Ufer tribĂŒnenĂ€hnliche BĂ€nke und Wiesen, wo die Leute herumsitzen und selbst Mitgebrachtes verzehren
  • Nach ein paar hundert Metern kommt noch eine Eisdiele; erst ganz am Ende folgen noch drei weitere Lokale - unter anderem das Salt & Brygga, das im ReisefĂŒhrer erwĂ€hnt wurde, außerdem eine Pizzeria und ein Kaffeeladen
  • Wir stellen uns bei der Pizzeria an, doch da sagt man uns, wir mĂŒssten entweder spĂ€ter nochmal kommen oder uns was zum Mitnehmen bestellen
  • Setzen uns erst noch kurz ans Ufer, beschließen dann uns tatsĂ€chlich Pizza zum Mitnehmen zu holen - das soll 20-30 Minuten dauern

 

Uferpromenade VĂ€stra Hamnen
  • Nach 25 Minuten frage ich zum ersten Mal nach,, da heißt es, es soll noch 20 Minuten dauern
  • 10 Minuten spĂ€ter geht Silke rein - immer noch nix
  • Nach einer Stunde steht Silke immer noch da rum, nach weiteren 10 Minuten winkt sie mich genervt zu sich, es ist inzwischen 9 Uhr durch
  • Die herbeigerufene Bedienung erklĂ€rt, sie wisse nicht, wie lange es noch dauert; es sei eine Gruppe von 40 Personen gekommen, die zuerst versorgt werden mĂŒsse
  • Jetzt reicht es uns: Wir lehnen alle anderen angebotenen Alternativen (Gratis-Pizzen und GetrĂ€nke) ab und wollen das Geld zurĂŒck
  • Erst wollen wir uns nun aus dem Bio-Supermarkt am Parkhaus versorgen, stoßen dann aber noch auf eine weitere Pizzeria in einer Nebenstraße - da haben wir nach 10 Minuten unsere Pizzen und ein Bierchen vor uns - geht doch!
  • Im Anschluss gönnen wir uns nebenan noch ein Eis auf die Hand
  • Zum krönenden Abschluss bewundern wir noch den Sonnenuntergang am Öresund

 

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