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Am Vätternsee
Ja, wo isser denn?

Vätternsee in Vadstena
  • So gut geschlafen wie noch nie in diesem Urlaub - hätte nur etwas länger sein können
  • Frühstück in Ordnung, nichts Außergewöhnliches (außer vielleicht das softige Brot)
  • Cheffin gibt Tipps - u.a. ein Spaziergang im nahegelegenen Naturschutzgebiet
  • Chillen noch eine Runde am Haus, herrlicher Sonnenschein
  • Plan: Zuerst nach Vadstena, dann mal sehen - wenn wir schon an einem Riesen-See sind, wollen wir eigentlich auch was davon haben
  • Nach V. sind es fast 60 km, für die wir - auch dank zahlreicher Baustellen - über eine Stunde brauchen
  • V. Ist ein kleines Nest mit teilweise schon mittelalterlich schmalen Gassen, dessen Hauptattraktion eine Kirche zu Ehren der Hl. Birgitta und - man ahnt es kaum - ein Schloss ("slott") ist
  • Wir parken in einer kleinen Gasse fast am Wasser und spazieren den Uferweg entlang zur Kirche, wo es auch Ausgrabungen eines ehemaligen Klosters zu bestaunen gibt; die Attraktionen in der schlichten Kirche (Bettelorden!) sind zwei geschnitzte Altarbilder

Ausgrabungen in Vadstena
  • Auf dem Weg zum Schloss soll man lt. RF die Fußgängerzone "mitnehmen" wo es zahlreiche kleine Läden und - zumindest heute - zahlreiche ältere Damen gibt, die die Kunst des Klöppelns vorführen 
  • Hier läuft so viel Wellfleisch herum, dass man meinen könnte, sämtliche Altersheime der Region hätten heute Ausgang
  • Silke ersteht in einem Kramladen eine uralte Kaffeemühle für ihre Mutter und eine Mini-Milchkanne für uns
  • Wir gehen einmal um das Schloss herum, in dessen Innenhof schon fleißig für ein heute Abend stattfindendes Rockkonzert geprobt wird

Proben für ein Rockkonzert im Innenhof des Schlosses von Vadstena
  • Zum Abschluss noch K&K, dann nix wie weg von all dem Wellfleisch
  • Wir suchen nun die Touristenstraße, die kurz hinter V. bei Borghamn beginnen soll und mehr oder weniger am Seeufer entlangführt; der Abzweig nach B. führt uns in einen schmuddeligen kleinen Hafen mit Kalksteinbruch, eine genaueres Studium des RF ergibt, dass die letzten 10 km der Touristenstraße nach hier nur aus der Gegenrichtung befahrbar sind (die Strecke ist von Gränna nach hier beschrieben und wir fahren in umgekehrter Richtung
  • Wir waren zurück zur Hauptstraße und stoßen nach kurzer Zeit auf ein Hinweisschild zum Runenstein von Rök; wir folgen ihm und befinden uns zufällig auf der gesuchten Touristenstraße (Symbol "weiße Blume auf braunem Grund")
  • Vorbei an der Stilmix-Kirche von Heda gelangen wir zu besagtem Runenstein, den wir ausführlich studieren; dabei hilft auch die kleine Ausstellung neben der Touristen-Info

Runenstein von Rök
  • Dann kehren wir um und folgen weiter der Touristenstraße; der nächste Stopp ist wenig später bei der Ruine des Klosters Alvastra, die reichlich Fotomotive liefert

Ruine des Klosters Alvastra
  • Die restliche Strecke bis Gränna ist ein wenig enttäuschend: nicht nur, dass das bislang recht schöne Wetter sich zum schlechten verändert - es gibt immer wieder kurze Schauer -, es "zieht" sich auch noch ziemlich und vom See erhascht man auch nur ab und zu ein Blick durch die Bäume hindurch; die einzigen Attraktionen sind Badestrände und Naturreservate
  • Als wir kurz vor 6 in Gränna ankommen, ist alles grau in grau und viele Läden schließen, es regnet immer wieder

Hauptstraße von Gränna
  • Die einzig ersichtliche Attraktion hier in Gränna sind die zahlreichen Süßkram-Läden entlang der Hauptstraße, die die lokale Spezialität Polkagris verkaufen und meist auch selbst herstellen; das sind Zuckerstangen, die es ursprünglich nur in rot-weiß mit Pfefferminzgeschmack gab, die aber inzwischen in allen möglichen und unmöglichen Farben und Geschmacksrichtungen angeboten werden (Whisky, Bier, Lakritz...)
  • Wir decken uns mit reichlich Polkagrisen und auch mit Toffees ein, die einem derartig die Zähne verkleben,dass man sie eine halbe Stunde lang nicht wieder auseinander bekommt
  • Dann machen wir uns auf den Weg nach Askersund ganz in der Nähe unserer Unterkunft, wo wir essen wollen; für die rund 140 km benötigen wir trotz 60 km Autobahn gut 2 Stunden und kommen gegen halb 9 dort an
  • Eigentlich hatten wir uns für einen Pub entschieden, der in einem Prospekt in der Unterkunft erwähnt war - dort sollte es Fisch aus dem Vätternsee (u.a. Renke) geben - aber da sitzt kaum einer (draußen) und außerdem wird dort auch noch lautstark musiziert
  • Wir folgen stattdessen den Massen uns setzen uns in die riesigen Außengastronomie eines "Ristorante", das auch Kebap- und Fleischgerichte im Angebot hat
  • Wir nehmen Pizza und halten trotz der Kühle, die sich nach dem Verschwinden der Sonne rasch einstellt, noch ein Weilchen hier aus
  • Anschließend machen wir noch einen Bummel durch den Ort, da es nirgendwo mehr Eis gibt, genehmigen wir uns auf der Rückfahrt noch eins an der Tanke, wo sich am heutigen Freitagabend auch die aufgebrezelte Dorfjugend mit ihren umgebauten Schrott-Volvos trifft
  • Auf dem Rückweg kommen wir durch einen heftigen Platzregen, schaffen es aber halbwegs trocken in unsere Hütte, wo wir den Tag bei Kerzenschein ausklingen lassen
  • Fazit: Vom Vätternsee haben wir kaum etwas gesehen? Warum eigentlich? Vermutlich haben wir uns für die falschen Ziele entschieden...

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