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Reisetag
Von Stockholm über Uppsala zum Vätternsee

 

  • Verhältnismäßig gut geschlafen - man gewöhnt sich offensichtlich an alles
  • Frühstück wie gehabt, heute wird sogar um 9 noch Wurst nachgelegt; Familie mit Kindern nervt
  • Beim Auschecken gibt es wieder Verwirrung, weil das Girlie uns nachgelaufen kommt und behauptet, unser Zimmer sei doch nicht im Voraus bezahlt worden
  • Bis ich den Umfulana-Ordner ausgepackt habe, hat sich der Irrtum schon geklärt, nun beugen sich drei Frauen über den Umfulana-Ordner und finden den toll und auch, wo wir schon überall gewesen sind und noch hinfahren ("Da waren ja schon einige Countryside-Hotels dabei" - ja klar, und darunter war keine Absteige wie eure!)
  • Wir fahren nun weder noch einmal nach Stockholm rein und besuchen das königliche Schloss bzw. das Kunstmuseum, wir fahren auch nicht nach Schloss Grottenolm, ääääh, Drottningsholm,  sondern nach... Uppsala
  • Erstmal stehen wir am Rand von Stockholm noch eine halbe Stunde im Stau, weil die Vögel mal wieder an einer unmöglichen Stelle ‘ne Straße aufgerissen haben (Frage: Wie zahlt man als Ausländer eigentlich die Stau-Maut?)
  • Gegen halb 1 fahren wir in Uppsala am Bahnhof in eine Tiefgarage, natürlich sind wir wieder mal "auf der falschen Seite gelandet - der Dom und weitere Nettigkeiten liegen auf der anderen Seite

Uppsala - Blick auf das Schloss
  • Parkhaus-Problem #1: Hier muss man mit Kreditkarte zahlen. Also rein mit dem Teil in den Automaten - der spuckt einen Parkschein aus, den ich brav hinter die Scheibe lege. Nur: Woher will der wissen, wie lange ich geparkt habe? Dummerweise fahren wir später einfach so weg. Richtig gewesen wäre es, vor Abfahrt erneut die Kreditkarte in den Kassenautomaten zu stecken... Uns wurde dann die Tageshöchstgebühr berechnet.
  • Nach einiger Latscherei durch nicht nur attraktive Gegenden überqueren wir endlich den trennenden Fluss Fyrisån und schwenken nach rechts, das sieht schon besser aus
  • Bevor wir den Dom erreichen, entdeckt Silke in einem Laden die passende Kaffeedose zu dem Holz-Kaffeelöffel, den ich ich Gamla Linköping gekauft habe
  • Der Dom ist wirklich sehenswert, vor allem gibt es darin auch eine "versteckte" Toilette     
  • Nun geht es zum Schloss, das man von hier in wenigen Minuten zu Fuß erreichen kann, keine Besichtigung, auch nicht des botanischen Gartens

Uppsala - Blick vom Schloss in den botanischen Garten
  • Wiederabstieg in die Stadt, Käffchen, Abflug
  • Fahrt zum Vätternsee soll knapp drei Stunden dauern, nach einer Weile müssen wir die Autobahn wegen einer Vollsperrung - wie ich die Schweden kenne, musste mal gefegt werden - für 15 km bis zur nächsten Auffahrt verlassen und stehen kurze Zeit später im fettesten Stau; die Ankunftszeit verschiebt sich in Richtung 19 Uhr
  • Irgendwann geht es dann tatsächlich weiter und kurz vor 7 verlassen wir die Schnellstraße und biegen auf eine einspurige Straße mit Ausweichstellen ab (wie in Schottland, nur dass die Stellen hier nicht mit einem "P", sondern mit einem "M" gekennzeichnet sind)
  • TomTom findet zum ersten Mal in diesem Urlaub das Ziel nicht - wir eiern in einem Yachthafen herum und die Straßen passen nicht
  • Nach kurzer Zeit finden wir jedoch den Abzweig zu Bastedalens Herrgården
  • Es empfängt mich eine ältere, etwas verhuschte Dame mit einem Strassstein auf einem Schneidezahn; draußen im Wintergarten verspeisen gerade andere Gäste die Reste ihres Abendmahls
  • Sie bietet uns an, auch hier zu essen, es gäbe Elch oder Fisch; ich melde uns für viertel nach 7 an, dann kommt sie mit zwei Schlüsseln an
  • Natürlich schicke ich sie damit wieder weg und nach endloser Wartezeit kommt sie zurück und gibt mir den Schlüssel für Zimmer 8, eines der größten und schönsten (natürlich - warum sollte sie uns auch das kleinste und hässlichste geben - das hatten wir doch gestern schon)
  • Auf dem Gelände stehen mehrere Häuschen unterschiedlicher Größe, in denen sich einer oder mehrere Räume befinden; nach einiger Sucherei entdecken wir den Eingang zu unserem an der Rückseite eine zweigeschossigen Hauses
  • Drinnen findet sich genau die Art "Puppenstube", die Silke so liebt - mit alten und neuen Möbeln, tiefen Decken mit Holzbalken usw.

Unser Zimmer in Bastedalens Herrgården
  • Auf jeden Fall ist das Zimmer kühl - hier braucht man eher eine (vorhandene) zweite Decke als das man vor Wärme nicht schlafen kann
  • Das Abendessen im Wintergarten - außer uns sitzen noch zwei ältere schwedische Pärchen hier - besteht aus einer großen Schüssel Salat, diversen Rapsölen aus Bodenhaltung und Kartoffeln als Beilagen, Silke bekommt geräucherten Fisch in Dillmayonaise (kalt) und ich einen Elchklops (Luxus-Frikadelle) mit einer hellen Sauce und ein paar Pfifferlingen (lauwarm) sowie Preißelbeeren
  • Silke ist zufrieden, meins schmeckt interessant
  • Als Nachtisch wählen wir auf Empfehlung eine Art Panna Cotta aus der Milch, die die Kuh direkt nach dem Kalben gibt (Kolostrum/Dans...), dazu gibt es ein bisschen Sahne und Fruchtkompott - sicher außergewöhnlich, könnte aber ein bisschen süßer sein
  • Nach einem Spaziergang über das Gelände verbringen wir den restlichen Abend im Zimmer im Schein von mehreren Teelichtern, die hier in allen möglichen Gefäßen (u.a. eine Teetasse) stehen sowie mit Internet-TV

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