schoenborner.de - Reisebericht Irland 2008

Von Clifden nach Ballintogher

Fjord bei Leenane

Was haben wir mal wieder gut geschlafen!

Zum Frühstück wähle ich heute “Irisches Brechfest”, Silke gönnt sich den Bagel mit Lachs und Rührei. Steppte beim Frühstück schon gestern nicht der Bär, ist es heute deutlich leerer. Läuft wohl nicht so dolle, der Laden (Nachtrag 2012: Inzwischen gibt es das Hotel nicht mehr)...

Gegen 11 Uhr brechen wir auf, nicht ohne von Cheffe zuvor noch Routenvorschläge bekommen zu haben:

  1. Nationalpark
  2. Kylemore Abbey
  3. ab Leenane sollen wir die Route über Delphi und Louisburgh nach Westport nehmen; an einer bestimmten Stelle sollen wir unbedingt “anhalten und zurückschauen”

Eingang zum Connemara National Park

Wir beschließen folgsam, zunächst tatsächlich zum Nationalpark (in der Nähe von Letterfrack) zu fahren. Dort besichtigen wir als erstes die Ausstellung im Visitor Center und lassen einen kleinen Rundgang (1,5 km) folgen.

Im Connemare-Nationalpark

Danach gönnen wir uns den 1. Snack im Tea Room. Nachdem wir uns auch noch einen Kurzfilm im Theatre zu Gemüte geführt haben, brechen wir gegen 13:30 Uhr in Richtung Kylemore Abbey auf. Nicht, dass wir da nicht schon gewesen wären - aber nach Fotografieren war uns gestern nun wirklich nicht.

Kylemore Abbey

Und wieder stehen wir auf dem verfluchten Parkplatz... Unser altes Auto wurde jedenfalls inzwischen abgeholt. Nur ein Ölfleck kündet noch von der Stelle, an der wir gestern geparkt haben. Lt. Reiseführer kann man “ohne Eintritt zu zahlen den See umrunden” (der immerhin 12 € beträgt), was aber nicht geht. So schießen wir erst ein paar Fotos der Abtei von hier aus, fahren dann ein kleines Stück weiter bis ans Ende des Sees, parken am Straßenrand und machen von dort aus noch ein paar Bilder. Das muss dann für diesen Urlaub von Kylemore Abbey reichen...

Weiter geht es nach Leenane - die zweite Hälfte des Weges führt am einzigen “Fjord” Irlands entlang. Der Ort selbst bietet nichts Besonderes, und so halten wir erst kurz nach dem Abbiegen auf die R335 (quasi am Ende des Fjords) zu einer weiteren kleinen Rast an. Auf einer abschüssigen Wiese direkt am Wasser machen wir uns für einen Moment lang.

"Fjord" bei Leenane

Die weitere Strecke führt zunächst landschaftlich reizvoll erst auf der anderen Seite des Fjords entlang, später durchqueren wir das Doolough Valley. Dort stoßen wir auf den gleichnamigen See, an dessen Westufer sich die Mweelrea Mountains erheben.

Am Doolough Lake

Nun wird die Landschaft nach und nach flacher und auch immer weniger “reizvoll”. Zwischen Louisburgh und Westport legen wir an einem Campingplatz eine kurze “Pinkelpause” ein und genehmigen uns ein überraschend leckeres Softeis. TomTom errechnet die aktuelle Ankunftszeit in Sligo/Ballintogher für 19:30 Uhr, daher lassen wir den Plan, in Westport einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen, verwerfen. Die Zeit für einen kurzen Stopp am Westport Quay (vorgelagerter Hafen) nehmen wir uns dann aber doch noch.

Am Westport Quay

Anschließend streifen wir noch kurz das Zentrum, sehen aber nicht viel. Lt. Wikipedia ist Westport “eine der wenigen planmäßig angelegten Städte des Landes” und besticht vor allem durch die malerische Mall zu beiden Seiten des Flüsschens Carrowbeg. Nun ja, vielleicht ein andermal...

Wie Mr. “Mal Dua House” Byrnes schon sagte, gibt es ab Westport “außer Straße nichts mehr zu sehen”. So brausen wir auf gut ausgebauten Straßen überwiegend mit 100 km/h dahin, die errechnete Ankunftszeit verkürzt sich auf 19:15 Uhr. Zwischendurch regnet es mal. Erst auf den letzten Kilometern wird die Gegend wieder ein bisschen interessanter.

Unsere Unterkunft Kingsford Country House in Ballintogher - ein ehemaliges Justizgebäude (court house) aus dem 18. Jahrhundert - liegt mitten im Ort, was bei diesem Nest allerdings nichts heißen will (ausführliche Beschreibung folgt morgen). Wir beziehen nur rasch unser schnuckeliges Zimmer und fahren dann zwecks Abendessen nach Sligo, denn vor Ort gibt es fast nichts. TomTom hat hier viele Straßen “noch nicht drauf” - es wird allerdings auch viel gebaut.

In Sligo lässt nur schwer ein Zentrum finden, irgendwann parken wir einfach den Wagen und latschen los, bis wir auf die Fußgängerzone treffen. Dort kehren wir schließlich bei einem Inder names “Papadam” ein. Anschließend muss Silke mal wieder in ein Internet Café, um ihren virtuellen Garten in Ordnung zu bringen. Die Rückfahrt erfolgt bei strömendem Regen, gegen 23:30 Uhr sind wir wieder in der Unterkunft.

Pläne für den morgigen Tag haben wir keine - vielleicht fahren wir sogar zurück nach Westport...? Übermorgen geht es schon zu unserer letzten Unterkunft nach Howth (knapp außerhalb von Dublin). Wir überlegen, die 200 km in einem Rutsch durchzufahren, um noch einen zusätzlichen Tag in Dublin zu verbringen (dort ist die Endhaltestelle einer DART-(S-Bahn) Linie). Mal sehen....

Fotoalbum Tag 11

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