Bretagne - Pointe du Raz

Die Pointe du Raz

Pointe de Raz mit vorgelagertem Leuchtturm

An den bretonischen Steilküsten finden sich auch zahlreiche Kaps, die im Französischen caps oder noch häufiger pointes genannt werden. Eins der meistfrequentierten ist sicherlich die Pointe du Raz, das nach unserer Ansicht schönere jedoch die Pointe de Penhir (s. Kapitel “Crozon”).

Seinen Namen hat das Kap übrigens von bretonischen Wort Raz (der bretonische Name lautet Beg ar Raz), das soviel wie “schnelle Meeresströmung” bedeutet und denselben Ursprung hat wie das deutsche Wort rasen. An seiner höchsten Stelle ragt es 72 m aus dem Meer empor. Auf zwei vorgelagerten Inselchen gibt es je einen unbewohnten Leuchtturm. In acht Kilometern Entfernung liegt die bewohnte Insel Île de Sein (214 EInwohner), die man per Schiff von Audierne aus erreicht (Dauer der Überfahrt: ca. 1 Stunde).

Die Fahrt zur Pointe du Raz war für uns ein Tagesausflug - weniger wegen der Entfernung (das waren gerade mal 50 km und eine gute Stunde Fahrzeit), sondern eher wegen der Dauer (der Aufenthalt am Kap dauerte über zwei Stunden). Auf dem Weg dorthin passierten wir unglaublich viele Orte, deren Namen mit “P” begann - von Pont l’Abbé über Plonéour-Lanvern, Pouldreuzic, Plozévet, Plouhinec und Primelin bis hin zu Plogoff, dem der Pointe nächstgelegenen Ort. Außerdem fand ich, dass einige von ihnen sich eher nach Ostblock anhören als nach Bretagne... oder?

Während die meisten Naturdenkmäler in der Bretagne frei zugänglich sind, gehört die Pointe du Raz zu den wenigen, die wegen der Zerstörung der Natur durch den ungehinderten Zugang nun unter staatlicher Obhut stehen und es smit in den Rang einer Grand Site de France geschafft haben. Und so gibt es ein Besucherzentrum und ein paar Touristenläden, einen Shuttle-Service zum Kap, einen kostenpflichtigen Parkplatz (6 EUR) und abgegrenzte Wege. Gleichzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, um den typischen Heidebewuchs wiederherzustellen und zu sichern.

Gemeinsam mit ganzen Heerscharen von anderen Touristen (mehr haben wir an keinem Ort angetroffen) sind wir also zum Kap und wieder zurück spaziert. Leider zogen am Kap die ganze Zeit über tiefhängende Wolken durch und verhinderten “schöne Fotos”. Glücklicherweise gab es zum einen einige “klare Momente” - und zum anderen konnten einige Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm etwas “entnebelt” werden.

Auf dem Weg zum Kap kommt man übrigens durch das Dorf Audierne, das besonders durch seinen schönen Hafen mit hübscher Promenade besticht. Für einen Besuch reichte leider die Zeit nicht - immerhin haben wir auf dem Rückweg ein paar Fotos im Vorbeifahren geschossen.

Fotoalbum Pointe du Raz (PicasaWeb)

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